Fallstudie: Einsparungspotential Automobilbau
12. Mai 2010 (ts) Der Studie zugrunde liegt die Optimierung der Rohteilfertigung eines tragenden Karrosseriebauteils in mittleren Stückzahlen (ca. 90.000 Stk p.A.). Die Fertigung wurde durch die konsequente Anwendung mathematischer Methoden innerhalb kurzer Zeit signifikant optimiert. Die entsprechenden Einsparungen sowie die für die kommenden Jahre prognostizierten Vorteile werden dargestellt.
Optimierung
Durch eine signifikante Reduktion der Bearbeitungszeiten konnten erhebliche Einsparungen realisiert, sowie eine gleichzeitige Optimierung des Bearbeitungsergebnisses erreicht werden. Durch die Optimierung der Prozessparameter im Rahmen der Untersuchung lies sich die Bearbeitungszeit auf ca. 63% der ursprünglichen Zeit reduzieren, der Ausschuss konnte zugleich auf annähernd null reduziert werden.
Entsprechende Einsparungen bei Materialkosten und Aufwand für Nacharbeit brachten zusätzlichen Mehrwert. Ursprünglich zusätzlich anfallende aus der unzufriedenstellenden Situation resultierende Sekundärkosten für Lieferverzug, Imageprobleme und Kundenunzufriedenheit sowie die positive Wirkung auf deren Verbesserung wurden im Kalkül nicht berücksichtigt.
Kosteneinsparungen
Folgende Kosten konnten durch die Optimierung maßgeblich reduziert werden: Maschinenstundensatz (-36%, entspricht im genannten Fall einer Einsparung von absolut 240.000 EUR p.A.), Hilfsstoffverbrauch (-60%, 180.000 EUR p.A.), Ausschuss (-70%, 140.000 EUR p.A.). Zusammen mit weniger relevanten Positionen konnte bei der Fertigung dieses einen Bauteils gegenüber dem Status vor der Optimierung 600.000 EUR p.A. eingespart werden, was ca. -50% der gesamten Fertigungskosten darstellt.
Erlössteigerung
Aus den Optimierungen resultiert eine primäre Erlössteigerung, die sich aus den signifikant geringeren Fertigungskosten ergibt. Darüber hinaus ist eine sekundäre Erlössteigerung zu erwarten, die durch eine partielle Weitergabe der Kosteneinsparungen an den Kunden eine Zunahme der Absatzmenge bewirkt. Beide Effekte zusammen ergeben eine Erlössteigerung von 22% oder absolut 2.550.000 EUR p.A.
Projektkosten
Die für das Projekt aufzuwendenden Kosten sind im Vergleich zu seinem Einsparpotential gering. Alle anfallenden Kosten (Arbeitsaufwand intern und extern, Produktionsausfall durch zusätzliche versuche, sowie Zeiten für Weiterbildungsmaßnahmen) summieren sich zu nicht mehr als 86.000 EUR. Diese sind im laufenden Jahr gegen die zu erwartende Erlössteigerung gegenzurechnen.
Prognose
Eine Prognose über 5 Jahre fasst die Aufwände und Erlöse der Bemühungen zusammen. Die Prognose stellt die über den Gesamtzeitraum aufgelaufenen Projektausgaben von 390.000 EUR den direkt aus dem Projekt ableitbaren Benefit von geschätzten 20.000.000 EUR gegenüber. Damit belaufen sich die Projektkosten auf weniger als 2% des direkten Benefits.
Weitere immanente Vorteile, wie die durch die Optimierung gestiegene Konkurrenzfähigkeit, höhere Flexibilität der Fertigung, effzientere Maschinennutzung, höhere Mitarbeiterqualifikation, Zukunftsfähigkeit etc. sind in dieser Betrachtung aufgrund ihrer mangelnden Messbarkeit noch nicht berücksichtigt.
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